Das Tribal – Kult-Tattoo oder out?


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Tribal

Das Tribal – weit mehr als nur ein Tattoo

Das Tribal gehörte vor allem in den 1990er Jahren zu den sehr begehrten Tattoos. Ursprünglich waren Tribals Stammeszeichen, die schon seit Tausenden von Jahren tätowiert wurden. Dabei wurde ein Tribal oft zu besonderen Anlässen tätowiert, wie etwa nach der erfolgreichen Jagd oder zur Geburt eines Kindes. So galt es denn auch als Statussymbol, das man mit Stolz trug und das den tätowierten Stammesmitgliedern Respekt durch die übrigen Mitglieder einbrachte.

 

Was konnten und können Tribals?

Das Tribal sollte ebenfalls dazu dienen, sich mit den Vorfahren zu identifizieren. Außerdem nahm man lange an, dass das Tribal die Seele des Menschen im Schlaf in dessen Körper hält, so dass sie nicht in die Welt der Geister verschwinden konnte. Dort konnte sie nämlich überfallen werden und wenn sie nicht rechtzeitig zurückkehrte, konnte das sogar den Tod des Schlafenden bedeuten.

Andere Annahmen sehen in den Tribals den Garant dafür, dass die Menschen nach dem Tod gefahrlos ins Jenseits übertreten können. Unter anderem sollen sie dabei den Weg zum Dunklen Fluss erhellen können, den man anschließend auf dem Weg ins Jenseits überqueren muss.

 

So wurden Tribals tätowiert

Auch für diese Art der Tätowierung kamen damals noch andere Materialien zum Einsatz. Kleine Knochen, Bambussplitter, Metallstücke und Muscheln, die skalpellartig geformt waren, wurden an eine Art Kamm befestigt. In Farbpigmente getaucht, konnten sie anschließend mit einem Hammer in die Haut getrieben werden, um dort die Farbe für das Tribal zu hinterlassen. Allerdings entstanden dabei sehr tiefe Wunden, die nur langsam und schwer verheilten. Aus diesem Grund wurde in einer einzigen Sitzung nur recht wenig tätowiert, so dass ein komplettes Tribal erst im Verlauf von mehreren Wochen oder gar Monaten entstand. Aufgrund dieser Vorgehensweise traten auch sehr starke Schmerzen auf. Diese zu ertragen, brachte den Tätowierten den Respekt der übrigen Stammesmitglieder ein.

 

Wie sieht es heute mit dem Tribal aus?

Seine Blütezeit hatte das Tribal in den 1990er Jahren. Vor allem das über den Steiß tätowierte Tribal, besser bekannt als Arschgeweih, war in dieser Zeit sehr angesagt. Gegen Ende der 1990er Jahre entwickelte man sich weg vom Tribal hin zu den so genannten Old School Motiven, die ihren Ursprung in den Seemannstätowierungen hatten. Sterne, Herzen, Schwalben und Anker waren hier die bevorzugten Motive.

Geek- und Nerd-Tattoos folgten als weiterer Trend. Motive dafür stammen dabei aus dem akademischen Bereich und der Welt der Computer. Heute gibt es kaum klare Trends in der Tattoo Szene, sondern erlaubt ist, was gefällt. Das Tribal als solches wird allerdings weniger nachgefragt.